Karneval 2017

Karneval-2017„Am Aschermittwoch ist alles vorbei …“heißt es in dem bekannten Karnevalsklassiker aus dem Jahr 1953 von Jupp Schmitz. Und der ist im Jahr 2017 sehr spät (der erste Frühlingsvollmond fällt mit dem Frühjahrsbeginn zusammen).

Der Aschermittwoch 2017 ist am 1. März und am 27. Februar somit der Rosenmontag. Dann ist das närrische Volk wieder nicht zu bremsen, und in den Hochburgen am Rhein steigen die diversen Faschingsumzüge und Sitzungen mit ihren Auftritten von Funkemariechen und Gardeoffizieren. Die größten Faschingsumzüge sind zugleich die bedeutendsten: in Mainz, Köln und Düsseldorf säumen zum Karneval am Rosenmontag Hundertausende von „Närrinnen und Narrhalesen“ die Wege und jubeln über die gelungenen Wagendekorationen und den Spott, der sich über Politiker und Stars und Sternchen ergießt.

Nicht vergessen werden darf aber, dass es auch in anderen Regionen der Deutschlands hoch her geht an diesen Tagen. Die schwäbisch-alemannische Fastnacht hat es nie ganz in den Rang der bedeutendsten Karnevalshochburgen geschafft. Das liegt vielleicht daran, dass sie keine so lange Tradition aufweist wie der rheinische Karneval. Aber auch dort, im südwestdeutschen Raum, wird ordentlich gefeiert, geschunkelt und gelacht.

Hier sind die Feiertage zum Karneval 2017 im Detail:

Weiberfastnacht-2017

Weiberfastnacht 2017

Die Weiberfastnacht 2017 stellt den Auftakt der heißen Phase des Karnevals dar – und egal, ob der Termin früh oder spät im Kalender steht: auch 2017 fällt der Auftakt des Faschings am 23. Februar wie immer auf einen Donnerstag.

Jedes Jahr findet Karneval zu anderen Daten statt. Das liegt daran, dass das Osterfest an sogenannten beweglichen Feiertagen begangen wird: Ostern ist stets am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Der Mond ist also schuld daran, dass Ostern mal früher, mal später im Jahr gefeiert wird. Karneval heißt übersetzt: “Fleisch ade!” In den tollen Tagen wurde und wird vor der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern noch einmal nach Herzenslust gefeiert und geschlemmt. Am Aschermittwoch ist dann “alles vorbei”, wie ein bekanntes Karnevalslied sagt und die Fastenzeit beginnt.

Brauchtum zur Weiberfastnacht 2017

In manch einem Kalender für 2017 steht anstelle von Weiberfastnacht auch Altweiber. Im Rheinland übernehmen dann um 11.11 Uhr die alten Weiber in den sogenannten Karnevalshochburgen die Herrschaft in den Rathäusern. Nicht nur in Köln und Düsseldorf, sondern auch in vielen anderen Rathäusern erfolgt eine zeremonielle Schlüsselübergabe. Die “Möhnen”, als alte Hexen maskiere Frauen, übernehmen damit für ein paar Tage die Macht.

Im Rheinland ist es an Altweiber üblich, dass Frauen den Männern die Krawatten abschneiden. Fluggäste, die in Köln oder Düsseldorf aus dem Ausland anreisen, werden inzwischen vorsorglich auf diesen Brauch mithilfe von Durchsagen hingewiesen – schon mancher teure Seidenschlips ist den entfesselten alten Weibern zum Opfer gefallen, sehr zum Entsetzen der völlig überraschten Schlipsträger.

In Mainz, einer anderen Karnevalshochburg, wird beispielsweise der Beginn des Karnevals mit dem sogenannten “Anschunkeln” am Fastnachtsbrunnen gefeiert.

Warum Hexen?

Kein Mann weiß, ob sich hinter der Maske an Altweiber eine alte oder eine junge Frau verbirgt. Mag sein, der Brauch hat sich entwickelt, um Frauen jeden Alters ein Inkognito an Karneval zu geben und damit die Möglichkeit auf ein diskretes Abenteuer.

Ein anderer Erklärungsansatz ist dieser: Karneval geht auf die alten germanischen Bräuche zurückgeht, mit denen der Winter und die bösen Geister der dunklen Jahreszeit ausgetrieben werden sollten. Mag sein, die Hexenmasken hatten den Zweck, diese bösen Geister gründlich zu erschrecken, um sie wirklich in die Flucht schlagen zu können.

Bildquelle: Rottweiler Fassnacht, By Guido Radig (Own work) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Rosenmontag 2017

Der Rosenmontag 2017 ist der Höhepunkt der Karnevalszeit und wird vor allem im rheinischen Karneval zelebriert. Er findet auch im Kalender 2017 am Montag vor dem Aschermittwoch statt und geht mit zahlreichen Bräuchen einher.

Den Rosenmontag gibt es seit einigen Jahrhunderten. Genauer gesagt seit dem Jahr 1815, als der Karneval durch den Wiener Kongress reformiert werden sollte. Das Komitee, welches dafür verantwortlich war, kam jährlich am Montag nach dem vierten Fastensonntag zusammen. Der Sonntag wurde im Kalender damals noch als Rosensonntag bezeichnet, wodurch es sich einbürgerte, die Zusammenkunft des „Festordnenden Comitees“ als Rosenmontagsgesellschaft zu bezeichnen. Die ersten organisierten Umzüge am Rosenmontag fanden 1823 statt. Ab 1830 wurde der Name des Komitees auch für den Rosenmontagszug verwendet.

Heute wird der Rosenmontag in allen Bundesländern gefeiert. Besonders beliebt ist er jedoch in den rheinischen Hochburgen, Köln, Mainz und Düsseldorf. Gefeiert wird der Tag auch in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht, wo er noch 2017 als Fasnetsmontag bezeichnet wird.

Die bekanntesten Bräuche
Die Karnevalszeit und vor allem der Rosenmontag werden meist zum Feiern genutzt. Die Menschen verkleiden sich und tragen unterschiedlichste Kostüme. Auch getanzt, getobt und geschlemmt wird am Rosenmontag, was mit der nahenden Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt, zusammenhängt.  Neben diesen spaßigen Bräuchen wird der Tag auch genutzt, um politische Seitenhiebe zu verteilen. So geschehen 1815, als die Kölner die Preußen verhöhnten, ohne dafür bestraft zu werden.  Darüber hinaus haben die einzelnen Gemeinden und Regionen in Deutschland ihre ganz eigenen Traditionen. In Nordrhein-Westfalen etwa, wird in Rosenmontag das traditionelle Gänsereiten betrieben. Dabei wird versucht, einer toten Gans während des Reitens den Kopf abzureißen.

Der Rosenmontag im Kalender
Der Rosenmontag findet jedes Jahr an einem anderen Datum statt. 2016 fand er am 8. Februar statt, 2017 fällt er auf den 27. Februar. Ein offizieller Feiertag ist er jedoch nicht, was bedeutet, dass trotz der ausgelassenen Feierlaune alle Geschäft geöffnet haben. Eine Ausnahme bilden lediglich einige Hochburgen wie Mainz und Köln, in denen die meisten Geschäfte geschlossen haben.  Auch 2017 wird der Montag vor dem Aschermittwoch im Kalender eines jeden Karnevalisten rot angestrichen. Nur im hohen Norden bleiben große Festlichkeiten aus.
Bild: © Axel Kirch /CC BY-SA 4.0(via Wikimedia Commons)

Rosenmontag 2017

Der Rosenmontag 2017 ist der Höhepunkt der Karnevalszeit und wird vor allem im rheinischen Karneval zelebriert. Er findet auch im Kalender 2017 am Montag vor dem Aschermittwoch statt und geht mit zahlreichen Bräuchen einher.

Den Rosenmontag gibt es seit einigen Jahrhunderten. Genauer gesagt seit dem Jahr 1815, als der Karneval durch den Wiener Kongress reformiert werden sollte. Das Komitee, welches dafür verantwortlich war, kam jährlich am Montag nach dem vierten Fastensonntag zusammen. Der Sonntag wurde im Kalender damals noch als Rosensonntag bezeichnet, wodurch es sich einbürgerte, die Zusammenkunft des „Festordnenden Comitees“ als Rosenmontagsgesellschaft zu bezeichnen. Die ersten organisierten Umzüge am Rosenmontag fanden 1823 statt. Ab 1830 wurde der Name des Komitees auch für den Rosenmontagszug verwendet.

Heute wird der Rosenmontag in allen Bundesländern gefeiert. Besonders beliebt ist er jedoch in den rheinischen Hochburgen, Köln, Mainz und Düsseldorf. Gefeiert wird der Tag auch in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht, wo er noch 2017 als Fasnetsmontag bezeichnet wird.

Die bekanntesten Bräuche
Die Karnevalszeit und vor allem der Rosenmontag werden meist zum Feiern genutzt. Die Menschen verkleiden sich und tragen unterschiedlichste Kostüme. Auch getanzt, getobt und geschlemmt wird am Rosenmontag, was mit der nahenden Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt, zusammenhängt.  Neben diesen spaßigen Bräuchen wird der Tag auch genutzt, um politische Seitenhiebe zu verteilen. So geschehen 1815, als die Kölner die Preußen verhöhnten, ohne dafür bestraft zu werden.  Darüber hinaus haben die einzelnen Gemeinden und Regionen in Deutschland ihre ganz eigenen Traditionen. In Nordrhein-Westfalen etwa, wird in Rosenmontag das traditionelle Gänsereiten betrieben. Dabei wird versucht, einer toten Gans während des Reitens den Kopf abzureißen.

Der Rosenmontag im Kalender
Der Rosenmontag findet jedes Jahr an einem anderen Datum statt. 2016 fand er am 8. Februar statt, 2017 fällt er auf den 27. Februar. Ein offizieller Feiertag ist er jedoch nicht, was bedeutet, dass trotz der ausgelassenen Feierlaune alle Geschäft geöffnet haben. Eine Ausnahme bilden lediglich einige Hochburgen wie Mainz und Köln, in denen die meisten Geschäfte geschlossen haben.  Auch 2017 wird der Montag vor dem Aschermittwoch im Kalender eines jeden Karnevalisten rot angestrichen. Nur im hohen Norden bleiben große Festlichkeiten aus.
Bild: © Axel Kirch /CC BY-SA 4.0(via Wikimedia Commons)

Karneval 2017 - Extrem

Der Karneval wird häufig richtig ausgelassen gefeiert – hier kennt das Karnevalstreiben keine Grenzen.